Klöppeln
Entstehung der Klöppelarbeit
Die Herkunft der zwei seit der R enaissance bekanntesten Ar ten der Spitze - Näh- und Klöppelspitze - ist letztlich nicht bekannt. Vermutlich stammen beide aus dem Orient, wo sich bescheidene Vorläufer schon aus Gräberfunden an tiker Zeit erkennen lassen. Im Erscheinungsbild wirken beide Spitzengattungen ähnlich, gründen sich aber auf verschie dene Techniken. Beim Spitzen nähen wird in der Regel nur ein Faden geführt, während die Klöppelei mit einer Vielzahl in einander verflochtener Fäden arbeitet. Zur Herstellung der zunächst einfachen, bald jedoch sehr kunstvollen Gebilde schuf man sich gezeichnete und darauf als "Modelbücher" im Druck vervielfältigte Vorlagen, die in ihrer Feinheit oft an Gold schmiedeentwürfe erinnern. In Europa war anfangs Venedig führend, woher auch die schön sten Klöppelspitzen um 1600 stammen. Man kennt sie von zeitgenössischen Porträtdar stellungen, aber auch in be wundernswerten Originalen aus den Sammlungen unserer Museen. Im Barock und Ro koko errangen sich die Nieder lande (Zentrum Brüssel) und Frankreich das größte An sehen. Die höfische Gesell schaft in ganz Europa geriet in einen wahren Spitzentaumel und gab Unsummen dafür aus, wobei den Damen die Kava liere und selbst die hohen geistlichen Herren nicht nachstanden.
Das sächsische Erzgebirge hat te schon früh an der Erzeugung von Klöppelspitzen einen be trächtlichen Anteil. Um die Mitte des 16. Jahrhunderts begann Barbara Uttmann, die Witwe eines Annaberger Berg herren, eine ökonomisch denkende Frau, den Erzgebirglern, die durch den Niedergang des Silberbergbaus bitter arm ge worden waren, das Klöppeln beizubringen. Als geschickte Verlegerin verbreitete sie die Produkte weit über die Gren zen des Landes hinaus. Die Erz gebirgsspitzen gewannen mit der Zeit auf dem Weltmarkt Geltung. Sie besaßen den Vor zug der guten Qualität und der Billigkeit. Im Stil richtete man sich meist nach der jeweils in Europa herrschenden Mode, wobei freilich seit dem späten 19. Jahrhundert manchmal ein anspruchsloser Tagesge schmack das Originelle ver drängte.
Nachdem seit etwa dreißig Jahren das Klöppeln im Erzgebirge durch Einzelwerkstätten und Produktionsgenossen schaften wieder zum Kunst handwerk geworden ist, bleibt zwar die Erzeugung begrenzt, dafür hat sie aber einen we sentlich höheren künstleri schen Anspruch gewonnen.
Text:
Dr. Anneliese Hanisch
Heutzutage wird fast alles maschinell gefertigt. In der Handarbeitsbranche ist es alltäglich, dass ein Zebra Etikettendrucker verwendet wird. Es ist ein robuster industrieller Drucker, welcher für fast alle Unternehmen wie Büro oder Fabrik eingesetzt wird. Hauptsächlich jedoch im Handarbeitsbetrieb ist diese Maschine von Vorteil. Es ist eine maschinelle Verarbeitung des Klöppelns. Klöppeln ist ein Verfahren, um Spitzen an Gewand, aber auch Tischdecken und Platzdeckchen, zu verzieren. Vor Jahren wurde dieses Handwerk manuell ausgeführt, heute wird dies schon von Großmaschinen erledigt.
©copyright 2007 haekeln.com - Sitemap
Menu: häkeln - stricken - sticken- patchwork - handarbeiten - häkelvorlagen - häkelanleitungen - kreuzstich - vorlagen
