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Jacquardmuster 1




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Jacquardmuster 1   Wendemuster in Schlauchst.  
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Jacquardmuster-eine alte Technik-geraten zuweilen in Vergessenheit, doch zeitweise stehen sie im Blick­feld der Mode, wie gerade jetzt wieder einmal, sie sind sogar modisch hochaktuell. Es gibt unendlich viele Variationen, die nicht nur für Kinderkleidung, auch für Sportpullover und -jacken verwendet werden. Vor allem aber sind es die leuchtend bunten Muster der Ski- und Apres-Ski-Modelle, die äußerst chic und gerade­zu unentbehrlich sind.
Es gehört natürlich ein bißchen Übung und Geduld dazu, eine Jacquardstrickarbeit auszuführen. Und wenn Sie mit Vergnügen darangehen, wird Ihre Arbeit nicht eintönig werden und sicherlich gelingen. Die erste Bedingung ist, daß Sie sehr gleichmäßig stricken. Die folgenden Seiten zeigen Ihnen die einfachste Methode, um das Jacquardstricken einwandfrei arbeiten zu lernen. Hier noch zwei wesentliche Punkte:
1. Lassen Sie sich nicht dazu verleiten, figürliche oder phantasiereiche Muster, wie Trachtenfiguren, Tiere, Blüten usw., stricken zu wollen . . . Sie geraten dabei leicht in Übertreibungen und es gibt geschmackliche „Pannen". Wählen Sie lieber stilisierte und geometrische Muster.
2. Legen Sie großen Wert auf die Farbenwahl. Verwenden Sie keine gleichwertigen Farbtöne oder Schattie­rungen. Spielen Sie mit den Farben - nehmen Sie dezente, aber frische Töne für Babykleidung, fröhliche für Kinderkleidung, klassische und sportliche für Herrenpullover, modisch inspirierte Farbkombinationen für Ihre eigenen Modelle. Mit einem Wort: „komponieren" Sie geschmackvolle Farbharmonien.
Je nach Größe der Motive, je nach der Vielzahl der Farben können Sie die eine oder andere der folgenden Arbeitsmethoden wählen.

I. Wenn Sie Motive in größeren Abständen neben- bzw. übereinander einstricken, lassen Sie den Arbeitsfaden, der jeweils nicht gebraucht wird, nicht auf der Rückseite mitlaufen; es würden zu große Schlingen entstehen. Verwenden Sie in diesem Fall für jedes Motiv in der Reihe ein extra Wollknäuel. Beachten Sie dabei: Beim Farbwechsel sind stets beide Arbeitsfäden umeinander zu verkreuzen, so daß kein Loch entsteht; spannen Sie den Faden auch nicht zu fest auf der Rückseite, sonst verziehen sich die Maschen.
II. Wenn Sie kleine Motive einstricken, die in größeren Abständen regelmäßig über den Grund verstreut sind, wie z. B. das nebenstehende Punktmuster, verwenden Sie auch hier für jeden Punkt ein extra Wollknäuel und vergessen Sie nicht, beim Farbwechsel die Fäden um­einander zu verkreuzen.
III. Wenn Sie kleine, dicht aufeinanderfolgende Motive einstricken (z. B. Hahnentrittmuster), lassen Sie den Faden, der jeweils nicht zur Verwendung kommt, auf der Rückseite mitlaufen und verkreuzen Sie auch hier die beiden Fäden umeinander.  
IV. Wenn Sie ein Muster stricken, bei dem in jeder Reihe stets nur eine einzige Masche in der Kontrastfarbe er­scheint, z. B, bei Karomustern mit senkrechten Linien, empfiehlt es sich, die Musterlinien erst nach der Fertig­stellung des Strickteiles mit Ketten- oder Maschen­stichen aufzusticken - diese Methode ist einfacher und die Arbeit wird korrekter.
V. Wenn Sie nun mittelgroße oder auch große, dicht aufeinanderfolgende oder ineinandergreifende Muster stricken, entweder mit zwei oder auch mehreren ver­schiedenen Farben, kann es durchaus passieren, daß sich die Fäden während des Strickens auf der Rückseite der Arbeit verwirren, es könnten sich lose hängende Schlingen zwischen den Maschen bilden, und dadurch entstehen dann auf der Oberseite verzerrte Maschen. AH das können Sie vermeiden, wenn Sie die Fäden stets leicht umeinanderdrehen und wie folgt stricken:  
Auf der Vorderseite "der Arbeit: Beim Sine-;-- :e_
Rechtsmasche wird der jeweils zur Verwendung kom­mende Faden nach der ersten Drehung durchgeholt, der nicht abgestrickte Faden bleibt dann auf der Rückseite liegen, in lockerer, aber nicht zu fester Spannung. Auf der Rückseite der Arbeit: Beim Stricken der Links­masche liegen die verdrehten Fäden vorn über der linken Nadel, und beim Durchholen erfaßt man den zur Ver­wendung kommenden Faden nach der ersten Drehung. Der nichtabgestrickte Faden liegt dann locker gesoa--: vorn.
Bei mehr als zwei Farben kann man auch den Mitte -flnger der linken Hand mit zu Hilfe nehmen - oder Sie benutzen einen „Strickfingerhut", der sämtliche Farb­fäden aufnimmt und sie gleichmäßig gespannt seh­übersichtlich der Arbeit zuführt (erhältlich in Woli-geschäften).  

 

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